Raumgestaltung
Alkoven
Meine Oma sagte mal zu mir:" Drei Sachen sind wichtig, gut essen, warme Füße und ruhig schlafen." So sollte es dann auch in diesem Raum geschehen. Zumindest was das Schlafen betrifft. Ein "Alkoven" also ein Bett, wie man es im Mittelalter hatte, sollte hergestellt werden. Das Maß nahm ich vom Lattenrost ab und legte dies schon mal an die Stelle, wo der Alkoven aufgestellt werden sollte. Das Material waren Baubretter, die ich vorher noch geschliffen habe. Der Einstieg war geplant...das Fenster ergab sich und lockerte alles ein wenig auf. Da unter dem Lattenrost genug Platz war, habe ich noch eine Klappe vorgesehen, für einen Stauraum. Mittelalterlich anmutende Details habe ich mit einer Oberfräse aus Holzlatten gefräst. Hier und da noch eine schöne Leiste und fertig war der Schmuck. Säulen aus Pappe sollten den Eingang zieren. Der Boden konnte erst gelegt werden, als der Alkoven fertig war. Eine alte Marmorplatte, die mal auf einen Tisch lag, habe ich in den Boden mit eingearbeitet. Mein neuer Azubi hatte nichts anderes im Sinn als ständig ihre Nase in alles rein zustecken...;)) Nach 4-5 Tagen war der Alkoven und der Boden soweit fertig. Es fiel dann auch noch eine Tür für das angrenzende Badezimmer ab. Was nun noch fehlt ist die Innenausstattung des Alkoven und die farbliche Gestaltung der Holzteile. Diese Arbeiten kann ich allerdings erst in 2-3 Wochen ausführen.
Ein Sommer später kam ich auf die Idee, die restliche Wand mit Solenhovener-Bruch zu verkleiden. So sollte das Burgzimmer noch uriger wirken. Mittlerweile ist der Alkoven auch patiniert und von Innen verkleidet worden. Die einstige petrolgrün gestrichene Holzvertäfelung, wurde mit einer Strukturpaste überstrichen und dann in mehreren Gängen patiniert. Auch die Heizung bekam eine Verkleidung und der Alkoven wurde noch mit ein wenig Blattgold aufgemotzt.