Raumgestaltung
Fitnesscenter in Heideck bei Nürnberg
1.Woche
Hier zeige ich den Ablauf einer bereits abgeschlossenen Baustelle. Beginn 02.04.02, in Heideck in der Nähe von Nürnberg. Ein Fitnesscenter wurde geplant. Das Thema "Karibik" sollte den Sportinteressierten Lust auf Bewegung machen und ein besonderes Gefühl von Erholung verschaffen. Im Eingangsbereich ließ ich als erstes eine felsige Landschaft entstehen. Hier wurde später dann auch eine Bistroecke platziert.Abb.1 Zu Anfang baute ich mit Latten ein Holzgerüst, was später die Form des Felsens ergab. Abb.2 Über dieses Gerüst kam ein Drahtgeflecht. Abb.3 Eine echte Fummelei, wenn es dann auch mal hoch hinaus ging. Abb.4. War alles soweit fertig, legte ich die erste Schicht von meinem Pappmache` auf. Soweit kam ich nun in der ersten Woche. Gleichzeitig machte ich mir über die nächste Arbeit in einem angrenzenden Raum Gedanken. Abb.5 Hier sollte ein Wandgemälde und eine naturalistische Landschaft um eine echte Palme herum entstehen. Abb.6 Mein Entwurf zeigte meinen Kunden, was ich mir so vorgestellt habe. Und wie das weiter ging, sieht man dann in der nächsten Woche.
2.Woche
So, nach der 2. Woche sah man einen Fortschritt bei dem Felsen. So einige Eimer Pappmache` habe ich angerührt. Eine neue Techniken beim Auftragen des Mache's auf den Draht, habe ich herausgefunden. Abb.2 Obwohl noch nicht ganz fertig, versuchte ich mit der neuen Mischung gleich mal die 2. Schicht aus. Jetzt machte es erst richtig Spaß, denn jetzt konnte ich modellieren und Feinheiten herausarbeiten. Abb.3 Nach stundenlangem Auftragen, mußte ich mal etwas anders machen und wendete mich dem Wandgemälde zu. Die Gipskartonwand mußte isoliert werden, sonst würde das farbliche Gestalten zur Qual werden. Also Tiefengrund drauf und Cappaplex. Abb.4 Um die Landschaft sollte eine Felsenwand zu sehen sein, die den Ausblick in die Landschaft freigeben sollte. Die legte ich farblich vor. Abb.5 Aber nicht nur gemalte Felsen sollten zu sehen sein. Plastische Felsen sollten den realistischen Eindruck unterstützen. Also mußte ich auch hier wieder mit dem Pappmache` arbeiten. Abb.6 Auch an anderen Stellen wollte ich Steine aus dem Bild wachsen lassen. Später wurde der untee Teil vom Sand eingegraben. Abb.7 Jetzt aber wieder zur Malerei. Hier legte ich den Himmel vor. Ich wollte einen Verlauf erzeugen. Also fing ich mit einem dunklen Blau an, ging in ein Mittleres über und schloss mit einem Hellblau ab. Das mußte ich 2x machen und ließ es dann gut trocknen. Abb.8 Ein Himmel aus dem Süden sollte es sein. Kleine, zarte Wolken sollten sich am Horizont abzeichen. Dies gelang mir recht gut mit der Technik Airbrush. Da zeigtr es sich mal wieder, wie gut es ist, viele Techniken beherrschen zu können. Abb.9 Als der Himmel fertig war, konnte ich die restlichen Felsen modellierten. Abb.10 Jetzt kam das Wasser und der Strand. Die vielen Details kamen zur rechten Zeit. Jetzt sollte mich der Gesamteindruck zufrieden stellen. Mein Entwurf, hat sich in meinem Kopf schon wieder ein wenig verändert. Dies geschieht oft bei der Arbeit. Abb.11 Das Abschlußbild, am Montag ging es weiter.
3.und 4.Woche
In diesen 2 Wochen widmete ich mich wieder sehr den Hügeln. Der Große bekam seine 2. Schicht und der Wasserfall sein Gesicht. Abb.1 Wieder fertigte ich das Holzgerüst aus Latten. Abb.2 In dieser Wanne wurde später das Wasser aufgefangen. Abb.3 Wie gehabt, der Draht. Abb.4 Die erste Schicht. Jetzt ließ ich es wieder trocknen. Bevor ich die nächste Schicht aufzog, wurden Licht und Wasserpumpe mit Schläuchen eingebaut. Damit man nach der Fertigstellung immer wieder an die elektronischen Geräte kommt, baute ich eine Tür ein, die als Felsbrocken getarnt wurde. Wärend die Felsen trockneten, wand ich mich wieder dem Wandbild zu. Abb. 5 Die Steine waren nun getrocknet und konnten bemalt werden. Abb.6 Damit die Illusion perfekt war, verband ich gerne plastische mit gemalten Elementen. Hier malte ich die Blätter, Abb.7 die dann auch plastisch montiert wurden. Abb.8 Damit nun auch noch ein wenig Leben in die Scenerie kam, modellierte ich eine Schnecke und setzte sie auf den Stein Abb.9 Hier nun die fertige Illusion. Abb.10 Im Gemälde tat sich auch schon was. Eine treibende Kokusnuss. Abb.11 Dieser Vorhang mußte sein, da mir Stoffe und Falten liegen. Abb.12 So habe ich das Bild dann verlassen. Man beachte die Tür dort rechts. Vorher war dort eine Metalltür und die galt es zu verbergen. Erst wollte ich sie bemalen, doch da es eine stark benutzte Tür ist, habe ich mich für echtes Holz entschieden. Doch das sollte alt aussehen und da wir kein altes Holz auftreiben konnten, habe ich es selber gemacht. Abb.13 Vom Schreiner Bernhard Haußner aus Heideck, habe ich mir das Holz anfertigen lassen. Das rohe Holz haben wir dann mit einem Flammenwerfer stark verkohlt. Abb.14 und dann mit einer Drahtbürste gebürstet. Abb.15 So sah das Holz dann aus. Dunkel und mit festen Furchen. Abb.16 Bernhard brauchte dann nur noch die vorgefertigten Bretter einbauen.
5.Woche
Abb.1 Der große Fels ist fertig und konnte nun trocknen. Der Wasserfall hatte seine erste Schicht erhalten und wurde nun schon mit Stromkabeln, Licht und Wasserversorgung bestückt. Leider mußte ich hier aufhören, da die Bodenheizung verlegt und der Estrich gegossen wurde. Aber egal, das Wandgemälde ist ja auch noch nicht fertig. Abb.2 Doch am Freitag und den darauffolgenden Montag war es dann soweit. Abb.3 Der Felsbogen wurde patiniert und restliche Pflanzen angebracht. Abb.4 Der Papagei hatte seine Federn Abb.5 .....die Palmenblätter glänzen in der Sonne Abb.6 ......Delphine springen in den Wellen und Abb.7 ....Möwen fliegen am Himmel. Abb.8 Kaum konnte man sich freuen, daß man einen Teil geschafft hatte, schon mußte ich mich mit dem nächsten Thema beschäftigen. Aus diesen Wänden sollte später mal der Ruheraum werden. Doch bis es soweit war, machte ich die Felsenecke fertig.
6.Woche
Abb.1 Nun wurde der Estrich gegossen. Hier sah man, wie hoch der Boden und wohin der Sand gestreut wurde. Abb.2 Diese Steine wurden zwischendurch angefertig und wurden später zur Deco verwendet. Diese bemalte ich genauso wie den großen Felsen in Abb.4 aber in Abb.3 kann man sehen, wie stabil der Fels geworden ist. Abb. 5 In den letzten Tagen war es nun sehr heiß und so verlief sich auch dieser kleine Zaungast und fühlte sich kurze Zeit wie in der Karibik. Abb.6 Damit die Caffeecke später seinen eingenen Charme bekommt, ließ ich die Wand grob verputzen. So hob sie sich besser von den anderen Wänden ab. Abb.7 Wieder der Wasserfall. Die Schienen waren fertig und wurden dort angebracht, wo die Glasscheiben befestigt wurden, an denen das Wasser herunterlaufen sollte. Abb.8 Damit die Schienen nicht sichtbar waren, ummantelte ich diese auch nochmal mit Pappmache`. Abb.9 Jetzt war alles fertig und mußte ersteinmal trocknen. Abb.10 Ein großer Palmentopf wartete noch darauf, auch einen Felsen zu bekommen. Abb. 11 Damit nach der Fertigstellung noch etwas Interessantes zu sehen war, habe ich noch einen Götzen modelliert, der später seine Opfergaben bekommen sollte und so das Unternehmen "Fitnesscenter" beschützt.
7.Woche
Abb.1 Da ich meine Stuckteile selber gestaltet habe, mußte ich diese natürlich auch selber herstellen. An der Wand im Ruheraum, habe ich Quasten und Kordeln aus Stuck gegossen angebracht. Zuvor habe ich mir Silikonformen gemacht und goß nun 48 Quasten, 24 Rosetten und 2 von den Konsolen. Das Gießen erledigte ich zwischendurch. Das lenkte mich ein wenig von der anstrendgenden Patinierung der Wand ab. Abb.2 Mittlerweile waren alle Teile aus Pappmache' fertig und ich konnte mich der gesamten Gestaltung widmen. Als interessantes Detail an, bezw. in der Wand, hatte ich mir eine Borte mit Emblemen ausgedacht, die ich in den Putz geritzt hatte. Abb.3 Tiere eigneten sich da sehr gut. Abb.4 Die eingritzten Rillen, färbte ich dunkel ein. Abb.5 Dann trug ich drei verschieden Farben nass übereinander auf. Dabei sah ich zu, dass sich die Kanten der Ritzen gut abhoben. Abb.6 So verteile ich alles über die ganzen Wände und Felsen. Abb.7 Der Raum begann sich zu definieren. Dann hatte ich eine Woche Baustellenpause, da Vorbereitungen für weitere Arbeiten durchgeführt werden mußten. In dieser Zeit fertigte ich weitere Abgüsse und entwarf ein großes Wandgemälde in der Badelandschaft und für den Ruheraum.
8.Woche
Abb.1 Hier entwarf ich gerade die WC-Schilder in der Duschlandschaft. Die Zeichnungen wurden coloriert, in Folie eingeschweißt und dann auf eine ausgesägte Metallplatte geklebt. Abb.2 So sahen sie fertig aus. Genau in diesem Zeichenstil, wurde auch das große Gemälde auf der Duschwand gestaltet. Dazu fertigte ich dann den kleinen Entwurf mit einer Personengruppe an. Abb.3 Wie ich es auf die große Wand brkommrn dollte, wußte ich noch nicht.....Abb.4 Die Konsole war nun fertig abgeformt und konnte von der Silikonform getrennt werden. Abb.5 Alles gelungen. Abb.6 Nun konnte ich den ersten Guß anfertigen. Abb.7 Auch der war gelungen und konnte nun in der Sonne trocknen. Jetzt mußte ich davon noch ein paar gießen.
Das Gemälde im Duschberreich wurde nun von der Skizze auf die halbrunde Wand gebracht. Abb.1 Natürlich war es ein längerer Weg, bis es soweit war. Der Entwurf wurde von mir 1:1 auf einen Karton gezeichnet. Die Konturen, wurden gerätelt und so mit Farbpulver auf die Wand kopiert. Dann mußte alles gemalt werden. Das fertige Bild zeigt später das passende Design Abb.2. Nebenher, fertigte ich regelmäßig Stuckteile an, die ich bald für den Ruheraum benötige.Abb.3
Das Ende näherte sich. Endlich konnte ich die Stuckteile, die ich Wochen zuvor einzeln angefertigt hatte dort plazieren, wo ich sie mir vorgestellt hatte. Abb.1 u. 2 Nachdem ich die Stuckleisten angebracht hatte, befestigte ich jedes einzelne Teil von den Stuckelementen an die Wände. Es wurde so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Danach nahm ich mir die Decke vor. Abb.3 u. 4 Es sollte ein Himmel werden, mit Zweigen und Vögeln und was mir sonst noch so durch den Kopf ging. In der kommenden Woche wurde die Wand mit der Farbgestaltung versehen, die zu einem Schloßzimmer paßte. Danach beschäftigte ich mich mit den Details. Eine Komode für den Raum hatte ich entworfen und von meinem Schreiner anfertigen lassen. Die 4 Säulen wurden in meiner Werkstatt angefertigt und später, nachdem der Boden gefließt wurde aufgestellt.
Der Ruheraum wird fertig. Abb. 1-3 Die Decke hat schon ein paar Details bekommen und Wände und Stuck sind fertig patiniert. Die fehlenden Säulen fertige ich zu Hause an. Auch weitere Türschilder und Dekoideen werden soweit fertig gestellt, bis ich mich auf der Baustelle (die dann keine mehr sein sollte) wieder sehen lassen kann. Die Vorhänge sind bestellt und alles sieht so aus, als ob ich pünktlich fertig werden kann. Es war eine lange Zeit voll mit kreativer Aufgaben und Anforderungen. Ich meine, es war eine gelungene Sache.
Tja, und so vergingen auch diese 4 Monate. Die Abschlußarbeiten machten noch ein wenig Arbeit. Abb.1 Der Steg wurde soweit fertig. Es fehlte nur noch der Sand. Abb.2 Der Wasserfall hatte sein Schlierenglas bekommen und wartete nur noch auf das Wasser. Abb.3 Der Goetze bekam seine Gaben und wird hoffentlich das Sportcenter beschützen. Abb.4 Im Ruheraum bekam der Ausgang einen Titel. Abb.5 Die Säulen trugen nun die Decke. Abb.6 Die Deco mit plastischen Pflanzen ergaben einen zusäzlichen Gag. Abb.7 Hier war der Ausgangsbereich mit dem Schrank und dem Spiegel. Abb.8 Der extra entworfene Schrank