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Skulpturen
Wie eine Skulptur entsteht

- Die meisten Skulpturen erarbeite ich aus Ton. Für eine kleinere Arbeit nehme ich gerne den Drehton mit wenig Schamott. Dies ermöglicht mir feinste Arbeiten am Detail.

- Da ich diese Skulptur bereits in Lebensgröße angefertigt habe, brauchte ich keine großen Entwurfszeichnungen, Fotos oder dergleichen anfertigen. So konnte ich schnell von einem zum anderen Arbeitsschritt kommen.

- Um immer mehr Details ausarbeiten zu können, trennte ich der Skulptur den Unterarm ab.

- Der Faltenwurf ist eine Spzialität von mir und wird sowohl im Großen wie auch im Kleinen hingebungsvoll durchgeführt. Meine Werkzeuge sind nicht sehr spektakulär. Ein Fischmesser liegt mir gut in der Hand, um den Anfang einer Arbeit zu finden. Danach wechsel ich und benutze Zahnarztwerkzeuge. Die müssen übrigens nicht immer neu gekauft werden. Fragen Sie doch einfach mal bei Ihrem Zahnarzt nach. Oft müssen die nämlich Instrumente entsorgen.

- Die Abschlußarbeiten führe ich mit einem weichen Pinsel und Wasser durch. Da der Ton keinen Schamott besitzt, bekomme ich eine schöne glatte Oberfläche.

- Hier ist die fertige Arbeit. Nun muß sie langsam, geschützt unter einer Plastikfolie mit Luftlöchern, einige Tage trocknen.

- Danach bringe ich sie zum brennen.

- Gabi, eine Freundin von mir, hat meine Maria wieder gut durch ihren Ofen gebracht. Mit einem Sprühbrand hat das Werk die richtige Härte und kann nun mit einem Schmirgelpapier bearbeitet werden, um kleine Unebenheiten zu entfernen. Der Arm ist wieder von mir abgetrennt worden, damit die Abformung einfacher ist.

- Damit das Abformen gelingt, wird die Maria und ihr Arm mit einem ganz normalen Haushaltswachs eingerieben. Wichtig und zum Vorteil ist beim Einwachsen ein Föhn zu benutzen, der das Wachs ganz zum Schmelzen bringt. Und hier wäre der 1.Schritt für das Abformen. Ich lege den Arm genau bis zu Hälfte in ein Tonbett...

- ...am Rand drehe ich mit einem breiten Pinselende zwei Mulden in den Ton. Das ist wichtig, damit die 2 Teile nachher gut zusammen passen und nicht verrutschen können.
Wenn die 1. Silikonschale fertig ist, bekommt diese eine Gipsschale, damit die später ihre Form behält.

- Ist die Gipsschale fertig, kann ich den Arm aus dem Tonbett herausholen und finde dann dieses Bild vor. Also unten ist die Gipsschale, dann kommt das Silikon und die andere Hälfte des Armes. Jetzt sind die 3 Vertiefungen aus dem Tonrand als herrausragende Punkte zu erkennen. Ganz Wichtig!!! Nicht gleich mit dem Silikon beginnen...

- ...zuerst muß das sichtbare Silikon wieder mit Wachs geschützt werden, damit die Silikonschichten sich nicht miteinander verbinden können. Also einwachsen, Silikon aufstreichen, und zum Schluß wieder die Gipsschale. Hat alles geklappt, dann kann man die Hälften auseinander nehmen und den Arm herausholen.

- Genauso wird mit der Maria verfahren, nur ein wenig komplizierter, da die Gibsschale aus mehreren Teilen gefertigt werden muß. Mit einen Rahmen aus Ton, wird sie in zwei Hälften geteilt. Wieder die Vertiefungen anbringen. Hier habe ich auch noch eine druchgezogene Rille angebracht, damit nachher wirklich alles zusammen paßt. Dann in mehreren Lagen Silikon aufbringen. Nach der 3. Schicht, lege ich immer kleine Stücke Mullbinden auf. Die machen das Silikon fester. Dann kommt wieder Gips auf das Silikon. Die Wände schön dick machen, damit sie später das Aufmachen und ständige Zusammenbauen gut aushalten.

- Mittlerweile ist die Arbeit voll mit Gips bedeckt. Hier mache ich gerade ein Teilstück. Die Stoßkanten pinsel ich nach dem Trocknen mit eingefärbten Tonschlamm ein. Dieser isoliert sehr gut vor der nächsten Gipsschicht. Die Färbung erleichtert mir nachher das Auftrennen der Gipsschalen.

- Die Gipsschalen habe ich nun trocknen lassen und auseinander genommen. Im Hintergrund sieht man sie stehen. Danach löse ich das Silikon von der Skulptur. Gründliche Vorarbeit verhalf mir zum Gelingen der Silikonform.

- Hier habe ich die Form wieder zusammengebaut. Den Rand dichte ich mit Ton ab, falls irgendwo ein Problem sein sollte, welches ich nicht erkannt habe und das teure Gußmaterial einfach ausläuft. Nach dem ersten Guß habe ich dann festgestellt, daß ich das nicht machen brauche, da die Form gut geworden ist.

- Zum guten Stand, stelle ich die Form in einen Eimer und gieße den hochwertigen Gips hinein. Jetzt warte ich ein paar Stunden, bis ich sie herausholen kann.

- Langsam und mit Spannung löse ich das Slikon von der gegossenen Form. Es ist geglückt. Die Arbeit hat sich gelont. Schneeweiß sitzt Maria vor mir.

- ...nun noch Unebenheiten begradigen...

- ...und den Arm befestigen, kleine Luftblasen schliessen...

- Nach 1 bis 2 Tagen der Trocknung, kann mit einem feinen Schmirgelpapier nochmals die Oberfläche geglättet werden.

- Hier ist die Dornenkrone, die nach der Fertigstellung in die linke Hand der Maria gelegt wird. Diese habe ich in Wachs modelliert und in Silber gießen lassen.
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