
- 1. Mein Vorhaben war es, ein Mosaik aus Glasteinchen (1×1 cm) vor meinem Eingangsbereich zu legen. Da es recht groß ist, konnte ich es nicht in den frischen Kleber vor Ort anbringen. Also mußte ich einen Weg finden, wie ich es auf meinem Arbeitstisch herstellen konnte. Nach einigen Infos, die ich mir aus dem Internet und einer Mosaikkünstlerin geholt habe, fertigte ich eine Zeichnung meiner Idee auf Packpapier an. Es sollte ein Portrait meines Hundes sein, der das Haus bewacht. Einen Farbentwurf fertigte ich im Photoshop an. Noch ein Tipp: In einer handlichen Spritze habe ich Ponal gefüllt und kann jetzt punktgenau den Kleber setzen.

- 2. Bei dieser Variante, wird der Mosaikstein umgekehrt, also mit der Vorderseite auf das Papier geklebt. Nun muss man darauf achten, das man Seitenverkehrt arbeitet. Es hat den Vorteil, das die Steine wegen der größeren Klebefläche besser zu händeln sind. Und los gehts…..

- 3. Da die Steine quadratisch sind, kann man recht gut ausrechen, wo welcher Stein wie weit hin kommt. Doch ganz genau gehts nie, da die Fugen doch immer unterschiedlich werden. Da muss man einfach mal einen Stein halbieren und es geht schon weiter. Davon sieht man später nichts mehr.

- 4. Hier hat man schon mal einen Eindruck wie es später mal aussehen wird.

- 5. Nach vielen Stunden des Klebens und Fummelns habe ich es fertig bekommen. Die Aussparung ist für die Fußmatte bestimmt. Diese sollte man in seiner Gestaltung mit einrechnen, nicht das nachher die Fußmatte die Hälfte des Bildes verdeckt und ohne würde später die Fläche zu rutschig sein.

- 6. Jetzt kommt der aufregende Teil. Da das Mosaik recht groß ist, habe ich es in 4 Teile zerschnitten. Bevor ich diesen Arbeitsschritt erledige, habe ich zuvor den Eingangsbereich mit Fliesenkleber aus dem Baumarkt bestrichen. Den gleichen Kleber nehme ich hier auch als Fuge her. Das heißt, ich habe die Steinzwischenräume mit dem Kleber aufgefüllt. Überstehende Reste wurden mit einem weichen Spachtel abgestriffen.
Hier heißt es schnell sein, denn das Packpapier wird schnell feucht und könnte beim Hinlegen zerreißen und man fängt das Fummeln an…

- 7. Hier sieht man die umgedrehten Mosaikteile, die man quasi blind aneinanderfügen muss. Sobald alle aufgelegt wurden, müssen sie von oben gut angedrückt werden, damit sich der Kleber verteilt. Ein Brett als Hilfe zu nehmen, bietet sich an.

- 8. 24 Stunden mußte ich nun warten, bis der Kleber vollständig hart geworden ist. Nun kommt die blödeste Arbeit….das Papier muss von den Steinen abgelöst werden. Dazu benötigt man einfach warmes Wasser mit ein wenig Spülmittel……

- 9. Eine feine Bürste nimmt auch die hartnäckigen Papierfusseln mit.

- 10. Stunden später liegt das fertige Mosaik vor mir. Jetzt können noch offene Fugen oder herausgefallene Steine wieder eingeklebt werden. In der Ausparung von der Fußmatte habe ich zuvor noch Alu-L-Leisten angebracht, damit das Rechteck einen saubern Abschluß bekommt und die Matte nicht verrutschen kann.

- 11. Hier ein Detail. Auch wenn man nicht bis ins kleinste Detail legen kann, so kann man doch recht gut und genau arbeiten.

- 12. Da mein Hündchen nur zu gerne hinter Steinen her rennt, habe ich einen seiner Lieblingssteine ins Mosaik mit eingearbeitet.
Tags: Fliesen, Mosaik, Mosaiksteine
Verfasst am 25. Oktober 2008 um 10:56 Uhr.
…was für eine Arbeit!
Jetzt verstehe ich auch was du mit “da unten liegt die Nicki” meintest :-)
Hut ab,wirklich eine gelungene Arbeit.Bin selbst Fliesenleger und bin von der Arbeit begeistert hat mit Sicherheit viele viele Stunden gedauert aber es hat sich gelohnt.
Dieses Mosaik sieht in “Echt” noch besser aus als hier auf den Fotos……
Anzusehen vor der Haustür des Anwesens
Frankau 9
87675 Rettenbach am Auerberg
Total klasse, ich bin richtig begeistert!
Bin beim Stöbern im Internet auf Ihre Seite gestossen. Ich bin begeistert von Ihren Arbeiten!!! Vor allem die Mosaike und die Möbelrestauration -verschönerung.
Ich habe mein Bad im Hundertwasser-Stil mit Fliesenmosaik gefliest und bemale auch gerne Möbel. Da ich nur einen kleinen Geldbeutel habe verwende ich dazu 80-er-Jahre Schränke in Eiche-Rustikal von Gebrauchtwarenmärkten. Ich werde mir einige Anregungen von Ihren Bildern holen. Es ist schön, wenn man seine Kreativität so ausleben kann wie Sie. Grüße aus Lauf Petra
Ich bin begeistert, nicht nur von dem Mosaik sondern von Deinen ganzen Arbeiten !!! Danke für die tollen Tipps
auch für das Fresko. Ich habe Dich auf meiner Seite verlinkt, so tolle Ideen
inspirieren sicher nicht nur mich zu immer neuen “Taten” . Ein ähnliches Mosaik werde ich nehmen um den Eingang zu unserem Naschgarten,welcher gerade entsteht,von den häßlichen Betontrittsteinen zu befreien
Weiterhin viele tolle Ideen auf das Deine Ideen nie versiegen mögen:-)
Ina
Hallo,
auch ich bin ganz begeistert, Ina hat nicht zuviel versprochen. Ihre Arbeiten sind alle toll und ich bewundere Ihre Art, zu malen.
Schöne Grüße
Johanna